Solarpflicht Regeln Bundesländer

Solarpflicht

Wo gilt sie schon?

Immer mehr Bundesländer führen eigene Regeln ein. Erfahren Sie, was aktuell gilt und wo eine Pflicht besteht!

Solarpflicht: Wo gelten aktuell welche Regeln?

Die Sonne stellt keine Rechnung und die Nutzung des solaren Energieangebots verursacht keine Emissionen. Geht es um die Energiewende, spielt die Solarenergie daher eine große Rolle. Um ihren Ausbau voranzutreiben, fordert die EU eine Solarpflicht in allen Mitgliedsstaaten. Während eine bundesweite Pflicht hierzulande noch aussteht, haben viele Bundesländer eigene Regelungen eingeführt. Wir geben einen aktuellen Überblick und zeigen, wo welche Vorgaben zur Solarpflicht gelten.

Erklärung und Ziele der Regelungen

Bei der Solarpflicht handelt es sich um gesetzliche Regelungen, die den Einbau von Solaranlagen vorschreiben. Sie ist von der EU gefordert und heute bereits in zahlreichen Bundesländern vorhanden. Beispiele dafür sind die Länder Baden-Württemberg, Bayern oder Berlin, in denen eine Solarpflicht für viele Wohn- und Nichtwohngebäude gilt. Die Inhalte variieren dabei teilweise stark. So betrifft die Pflicht in einigen Regionen nur Nichtwohngebäude, während sie in anderen auch für neue und bestehende Wohngebäude gilt.

CO₂-Emissionen senken und Klimaschutzziele erreichen 

Das Ziel der Solarpflicht ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Das soll zu einem geringeren CO₂-Ausstoß führen und letztlich helfen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Solarpflicht folgt dabei dem übergeordneten Ziel, die globale Erwärmung zu begrenzen und die Erde auch nachfolgenden Generationen als lebenswerten Ort zu hinterlassen. 

Solarthermie- und Photovoltaikanlagen: Die Unterschiede 

Grundsätzlich lässt sich Solarenergie mit Solarthermie- und Solarstromanlagen nutzen. Erstere wandeln die eingefangene Strahlungsenergie direkt in Wärme um. Sie unterstützen damit die Heizung und/oder die Warmwasserbereitung und führen zu sinkenden Heizkosten. Solarstrom- oder Photovoltaikanlagen wandeln die auftreffende solare Strahlung hingegen in elektrische Energie um. Der Strom lässt sich dann nutzen, um Haushaltsgeräte zu betreiben, Fahrzeuge zu laden oder Maschinen mit Strom zu versorgen. Geht es um die Solarpflicht, fordern die Bundesländer in aller Regel die Installation der Photovoltaik. Denn überschüssiger Strom lässt sich dabei in das Netz einspeisen und über dieses an viele Anschlussnehmer verteilen.

Unterschiede Solarthermie- und Photovoltaikanlagen

Der Ausbau der Solartechnik bringt viele Vorteile

Der Ausbau erneuerbarer Energien lohnt sich nicht nur global. Auch lokal bringt die Energiewende viele Vorteile. Allen voran steht das Schaffen einer unabhängigen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Denn die Sonne lässt sich als Energiequelle ohne Verbrauchskosten nutzen. Sie ist für jeden verfügbar und gilt als nahezu unerschöpflich. Die folgende Übersicht zeigt, wie Sie von der Solarpflicht und dem Ausbau der Solartechnik profitieren:

Die Sonne stellt keine Rechnung und lässt sich nutzen, um Strom und Wärme ohne Verbrauchskosten zu gewinnen. Sie reduzieren damit Ihre Energiekosten und sparen im privaten sowie im gewerblichen Umfeld Geld ein.

Solarpflicht in den Bundesländern: Ein Überblick

Während eine bundesweite Solarpflicht noch aussteht, haben viele Länder inzwischen eigene Regelungen eingeführt. Welche Gebäude betroffen und welche Anforderungen zu erfüllen sind, hängt dabei von den regionalen Vorgaben ab. Im Folgenden geben wir einen aktuellen Überblick:

In den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es aktuell keine Solarpflicht. Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen arbeiten allerdings an eigenen Gesetzen, während sich Sachsen für eine bundesweit einheitliche Solarpflicht einsetzt.

Bund und Länder fördern den Ausbau der Technik 

Um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, setzen Bund und Länder neben der Solarpflicht auch auf eine Förderung der Solarenergie. So vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem Programm 270 günstige Kredite. Darüber hinaus gibt es landeseigene Angebote zur Förderung der Solarenergie, unter anderem in: 

  • Hessen (günstige Darlehen für PV-Anlagen), 
  • Mecklenburg-Vorpommern (Zuschüsse für Mini-Solaranlagen von Mietern) und 
  • Sachsen (günstige Darlehen für PV-Anlagen und Stromspeicher). 

Aber auch auf kommunaler Ebene gibt es zahlreiche Förderangebote für die Installation einer Solaranlage. Ob auch Ihre Stadt oder Gemeinde die Solartechnik fördert, erfahren Sie in aller Regel beim örtlichen Bauamt.