Für die Umwelt und die eigene Sicherheit: Sondermüll entsorgen

Für die Umwelt und die eigene Sicherheit: Sondermüll entsorgen

Sondermüll entsorgen – für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Nun gut: Dass leere Batterien nicht in den Hausmüll sollen und giftige Chemikalien gefährlich werden können, wissen wir alle. Aber was genau fällt alles in die Kategorie und wo kann ich meinen Sondermüll entsorgen? Auch beim Umzug fällt viel „besonderer Müll“ an: In der alten Wohnung oder im Haus nebst Garten wird gründlich entrümpelt und ausgemistet. Dabei werden Sie früher oder später auf Dinge wie giftige Reiniger, Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen stoßen. Diese dürfen Sie nicht in den normalen Hausmüll geben oder zum Sperrmüll stellen, Sie müssen sie stattdessen fachgerecht auf dem Sondermüll entsorgen. Auch Elektrogeräte, Farbe sowie diverse Chemikalien sind auf dem Sondermüll zu entsorgen. Und wenn die alte Wohnung dann endlich fachgerecht entmüllt ist, geht es nach dem Umzug weiter: Was ist mit den Tapetenresten, Farbeimern und Reinigungschemikalien? Hausmüll, Sperrmüll oder Sondermüll? Was genau in die Kategorie fällt und im Sondermüll zu entsorgen ist, wie Sie Sondermüll im Zweifelsfall erkennen und was es sonst noch zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Sondermüll entsorgen.

Sondermüll entsorgen: Was ist Sondermüll?

Im Laufe der Zeit häuft sich überraschend viel Müll an. Das merken wir spätestens, wenn wir unsere Wohnung für den Umzug vorbereiten und gründlich aussortieren. Von alten Papieren, Putzmitteln und Kosmetika über ausgediente Möbelstücke bis hin zu Medikamenten, scharfen Chemikalien und Leuchtmitteln ist alles mit dabei. Und alles will fachgerecht entsorgt werden – keine leichte Aufgabe. Folgende Abfälle müssen Sie auf dem Sondermüll entsorgen:

  • Batterien und Akkus
  • Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren
  • Spezialreiniger, Gartenchemikalien und Renovierungsabfälle
  • Medikamente und Thermometer
  • Altöl
  • Elektrogeräte

Warum Sie all das auf dem Sondermüll entsorgen müssen? Es handelt sich hierbei um Abfälle, die überwachungsbedürftig sind. Wegen ihrer Beschaffenheit und/oder ihrer Inhaltsstoffe sind sie in allen Fällen umweltschädigend und in vielen sogar gesundheitsgefährdend. Da Sonderabfälle in den meisten Haushalten nur in geringen Mengen anfallen, ist das Gesundheitsrisiko kein Grund zur Beunruhigung – solange Sie den Sondermüll entsorgen, und zwar fachgerecht. Auch sollten Kinder unbedingt von solchen Abfällen ferngehalten werden.

Jedem das Seine: fachgerecht Sondermüll entsorgen

Zur fachgerechten Entsorgung von Sondermüll ist vorab eines zu sagen: Die Bestimmungen sind deutschlandweit nicht einheitlich. So können beispielsweise in vielen Gemeinden Medikamente in der Apotheke abgegeben werden und Batterien im Supermarkt. In anderen Kommunen wurden sogenannte Giftmobile eingeführt, die regelmäßig die Runde machen und gefährlichen Sondermüll entsorgen. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall beim städtischen Entsorgungsbetrieb. Grundsätzlich gibt es Sonderabfälle, die zur Giftmüllannahmestelle gebracht werden müssen, und solche, die auch anderweitig entsorgt werden können. Die meisten Kommunen und Gemeinden orientieren sich in der Regel an folgenden Vorgaben:

  • Scharfe Reinigungsmittel, Gartenchemikalien, Renovierungschemikalien: Zu dieser Kategorie zählen beispielsweise Lösungsmittel, Holzschutzmittel, Pinselreiniger, Terpentin, Spray- und Lackdosen, Lösungsmittel oder Insektizide. Alle diese Verpackungen sind mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen und diese müssen Sie auf dem Sondermüll entsorgen – sofern sich noch Produktreste darin befinden. Ganz leere Verpackungen können auch in die Gelbe Tonne.
  • Elektrogeräte: Hier sind einige Leute überrascht, da von alten Elektrogeräten ja keine offensichtliche Gefahr ausgeht. Fakt ist jedoch, dass die meisten Elektrogeräte sowohl schädliche als auch wertvolle Stoffe beinhalten. Deshalb müssen auch diese auf dem Sondermüll entsorgt werden.
  • Alte Batterien und Akkus: Mit alten Batterien und Akkus läuft es in der Regel am einfachsten ab. In allen gängigen Supermärkten und Geschäften in fast ganz Deutschland, in denen Batterien verkauft werden, werden auch Sammelbehälter für alte Batterien und Akkus ausgestellt, sodass die Entsorgung einfach beim nächsten Einkauf erfolgen kann.
  • Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren: Nicht umsonst empfehlen Experten den Umstieg auf LED – Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren enthalten schädliches Quecksilber. Diese Leuchtmittel müssen Sie auf dem Sondermüll entsorgen.
  • Altöl: Hobbyschrauber, die den Ölwechsel schon mal selbst gewagt haben, wissen Bescheid. Altöl und alle in Öl getränkten Gegenstände wie Putzlappen müssen fachgerecht entsorgt werden. Außerdem darf Öl nicht mit dem Boden in Berührung kommen oder ins Grundwasser gelangen – ein Liter Öl im Grundwasser verunreinigt rund zehn Liter Trinkwasser. Neben der Sondermülldeponie können Sie Altöl auch in der nächsten Verkaufsstelle zurückgeben. Diese sind zur Rücknahme verpflichtet, auch ohne Neukauf.
  • Medikamente: Medikamente sind kein klassischer Fall von Sondermüll, sollten jedoch nach Möglichkeit nicht im Hausmüll entsorgt werden. Stattdessen können Sie Tabletten, Hustensäfte, Salben und Tinkturen, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, einfach in der Apotheke abgeben. Zur Not trennen Sie Inhalt von Verpackung und geben diese jeweils in den Restmüll und den Gelben Sack.

Woran erkenne ich im Zweifel, dass ich etwas auf dem Sondermüll entsorgen muss?

Deutschland ist bekanntermaßen ein wahrer Schilder-Dschungel – dasselbe gilt leider auch für Warnhinweise auf Sonderabfällen. Die Etikettierungen und Symbole sind vielfältig und stiften häufig eher Verwirrung, als dass sie erklären, vor allem dann, wenn auf einer Verpackung gleich mehrere Symbole zu finden sind. Es gibt beispielsweise Warnhinweise, auf denen ein toter Baum oder ein toter Fisch abgebildet sind. Diese Hinweise bedeuten, dass das Produkt akut umweltschädlich ist und nicht ins Grundwasser oder auf anderem Wege in die Natur gelangen darf. Unbedingt Ihre Aufmerksamkeit wecken sollten schwarze Symbole auf orangefarbenem Hintergrund. Hierbei handelt es sich um Warnungen, die darauf hinweisen, dass das in der Packung enthaltene Produkt ätzend, reizend, entzündlich, gesundheitsschädigend oder giftig ist. Vielleicht auch alles auf einmal. Definitiv müssen Sie diese Produkte auf dem Sondermüll entsorgen, da sonst akute Gefahr für die Umwelt und die Gesundheit besteht. Im Zweifelsfall können Sie auch im Internet recherchieren oder einfach zum Telefonhörer greifen: Ihre städtische Entsorgungsfirma erteilt gerne Auskunft, was genau Sie auf dem Sondermüll entsorgen müssen.

Kann ich Sperrmüll auch auf dem Sondermüll entsorgen?

Sperrmüll ist in der Tat ein besonderer Fall von Müll, zählt aber nicht zum klassischen Sondermüll. Beim Umzug fällt in der Regel eine Menge Sperrmüll an, da sich hier die optimale Gelegenheit bietet, sich von alten Möbelstücken zu trennen. Alles, was noch funktionstüchtig ist, müssen Sie jedoch nicht unbedingt auf dem Müll entsorgen. Eine Reihe von gemeinnützigen Organisationen freut sich über Sachspenden in Form von Möbeln, beispielsweise die Caritas, Flüchtlingslager oder Sozialkaufhäuser. Generell dürfen Sie alte Möbel beim Sperrmüll und nicht auf dem Sondermüll entsorgen. In manchen Städten funktioniert dies über bequeme Sperrmüllservices, die ungewünschte Möbel kostenfrei einsammeln. In anderen Städten muss die städtische Entsorgungsfirma beauftragt werden, die dann ebenfalls den Sperrmüll bei Ihnen abholt, allerdings nicht ganz kostenlos. Manche Städte bieten auch eine Sperrmüllfuhre pro Jahr umsonst an. Übrigens: Auch Renovierungsreste wie Tapeten gehören zum Sperrmüll.

 

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