Mietspiegel in Frankfurt

Mietspiegel in Frankfurt

Mit über 20.000 fehlenden Wohnungen übersteigt die Nachfrage von Mietwohnungen das herrschende Angebot des Immobilienmarktes von Frankfurt am Main bei Weitem. So beträgt der Mietspiegelanstieg Frankfurt mittlerweile 11,3 %, sodass der Quadratmeter Wohnraum nun statt mit 7,78 Euro aktuell mit 8,66 Euro zu Buche schlägt. Das mag dem einfachen Verbraucher zuerst nicht auffallen, wird aber deutlich, wenn das Einzimmerapartment mit 35 qm plötzlich eine Kaltmiete von 1100 Euro fordert. Dabei steht die Frage im Raum, ob der Mietspiegelanstieg Frankfurt auch schlecht für die Vermieter sein kann.

Die Meinungen diesbezüglich sind durchaus geteilt, denn während einige der Immobilienbesitzer im Mietspiegelanstieg Frankfurt ihre Chance auf große Gewinne sehen, ist es in den Augen anderer nicht nur ärgerlich, sondern auch ein Stück weit bedrohlich.

Denn auch wenn Wohnungen im Umkreis von Frankfurt viel gefragt sind, sind die Menschen nach wie vor auf das Preis-Leistungs-Verhältnis bedacht. So sind sie, auch wenn sie nach einer Unterkunft suchen, nicht bereit einen Preis zu zahlen, der dem Zustand der Immobilie nicht entspricht. Das macht die Situation für viele Vermieter sehr bedrohlich, denn der Mietspiegelanstieg in Frankfurt könnte in ihren Augen zu einem deutlichen Rückgang an potenziellen Mietern führen. Denn viele wichtige Details und eigentliche Extras fallen so weg.

Der Mietspiegelanstieg in Frankfurt bewirkt hierbei:

  • Dass die Zusammenfassung von Gebäuden aus den 1950er bis 1970er Jahren zu einer einzigen Altersklasse legitim wird
  • Einbauküchen können nicht länger als Kriterium für Mietaufschläge gelten, da diese nun kein Extra mehr sind, das eine Erhöhung des Mietpreises rechtfertigt
  • Zuschläge, wie beispielsweise die nach einer Modernisierung der Immobilie, entfallen

So sorgt der Mietspiegelanstieg Frankfurt dafür, dass viele Vorzüge einzelner Wohnungen nicht mehr hervortreten und missachtet werden. Deshalb wird die aktuelle Situation von privaten und kleinen, öffentlichen Unternehmen des Immobilienmarktes als nicht nachvollziehbar und intransparent bezeichnet.

Schwere Zeiten für Mieter mit geringem Einkommen

Besonders Geringverdienern oder Studenten macht der Mietspiegelanstieg in Frankfurt schwer zu schaffen. Statt dem Traum von der eigenen Wohnung zu folgen, sind sie nun gezwungen, sich nach Kräften um ein Zimmer in einer WG zu bemühen. Gerade für Frankfurt mit seinem vielfältigen Studienangebot kann das auf längere Sicht zu einem Problem werden. Die Prognosen in dieser Hinsicht sind vielsichtig, gehen aber deutlich in die Richtung, dass der Mietspiegelanstieg Frankfurt irgendwann nicht mehr tragbar ist.

Das ist auch der Grund, warum statt der überteuerten Immobilien oft eine Wohngemeinschaft vorgezogen wird. Zwar entspricht das häufig nicht den eigenen Vorstellungen, bietet weniger Möglichkeiten der freien Entfaltung und gibt zudem nicht die benötigte Freiheit, um sich mit der eigenen Einrichtung auszustatten. Doch entspricht die gebotene Preisklasse, in der oft sämtliche Nebenkosten, inklusive Internet, Fernsehen etc., enthalten sind, viel mehr dem, was aufgebracht werden kann.

Führt der Brexit zu einem weiteren Mietspiegelanstieg in Frankfurt?

Sollte der geplante Brexit so kommen, wie prophezeit, so besteht die Möglichkeit, dass der aktuellen Wohnungsnotlage zum Trotz 10.000 Banker oder mehr von der bisherigen Finanzmetropole London abrücken müssen, sich letztendlich Frankfurt zuwenden und sich dort nach einem neuen Wohnsitz umsehen. Die Folgen eines solchen Falles wären für den Immobilienmarkt dramatisch, denn während die Immobilienbesitzer davon zusätzlich profitieren, steht für die Wohnungssuchenden ein weiterer Mietspiegelanstieg im Bereich Frankfurt bevor. 

Dabei stellt sich die Frage, würde sich eine solche Situation nur auf Hochhauswohnungen oder Villen im Taunus auswirken, oder hätte es auch Folgen für die ganz normale Wohnlage? Die bedauerliche Antwort darauf ist ja, denn schon jetzt stehen für 100 Haushalte nur 92 Wohnungen zur Verfügung. Und dabei beschränkt sich der Mietspiegelanstieg in Frankfurt nicht nur auf hochklassige Immobilien.

Stattdessen werden auch ältere Wohnbauten betroffen sein und unabhängig von Modernisierung oder anderen Extras wie Einbauküche und Ähnlichem, sehr viel teurer werden. Bisher ist nicht absehbar wie viele weitere Nachfrage-Wellen noch auf Frankfurt zukommen werden.

Sind auch andere Stadtteile oder umliegende Städte vom Mietspiegelanstieg Frankfurt betroffen?

Es ist klar, dass alle Stadtteile bei der Preiserhöhung von Immobilien mit eingeschlossen sind und mitziehen müssen. Dabei wird sich die Nachfrage zunächst hauptsächlich auf die hochpreisigen Wohnungen konzentrieren, die mit einer attraktiven Lage im entsprechenden Viertel glänzen können.

Doch ist nach und nach auch hier ein schleichender Preisanstieg zu erkennen, wie beispielsweise in Stadtteilen, wie Sossenheim, Höchst oder Fechenheim, in denen die Angebotsmieten zwischen 2009 und 2014 bereits um ganze 20 Prozent anstiegen.

In den umliegenden Städten dagegen wird bezahlbarer Wohnraum schon jetzt deutlich knapper und begehrter, denn viele Mieter aus der Mittelschicht, die unter dem Mietspiegelanstieg in Frankfurt zu leiden haben, und für die ihr bisheriger Wohnsitz im direkten Einflussbereich von Frankfurt schlicht nicht mehr bezahlbar ist, sehen jetzt ihren einzigen Ausweg darin, ihr Zuhause in die umliegenden Städte, wie Offenbach oder Hanau, zu verlagern.

Es folgt der Schmetterlingseffekt des Mietspiegelanstiegs in Frankfurt, bei dem die Abkömmlinge einen weiteren Anstieg der Mieten und dementsprechend auch die Verdrängung anderer Mieter herbeiführen, was das betroffene Gebiet in eine ähnliche Lage bringt, wie die, in der sich Frankfurt derzeit befindet.

Sollten jetzt auch noch Beschäftigte aus London zuziehen, so wird dieser Effekt noch deutlich verstärkt und die Konsequenzen des Mietspiegelanstiegs von Frankfurt werden sich auf die Umgebung ausweiten.

Die schwierige Lage wird immer präsenter und offensichtlicher, denn der Mietspiegelanstieg in Frankfurt verkompliziert die Wohnsituation immer und immer weiter und sorgt in vielerlei Hinsicht für Aufsehen. Nicht nur die Medien achten derzeit sehr deutlich auf die Stadt, auch junge Menschen, die vor der Entscheidung stehen, was und wo sie studieren wollen, sind kritisch, ob sie sich tatsächlich um einen Studienplatz in Frankfurt bewerben wollen.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt äußerte sich schon zu der aktuellen Situation des Mietspiegelanstiegs in Frankfurt. Laut ihm sollte der Preis von Immobilien deren Qualität widerspiegeln, so wie der Mietspiegel das tatsächliche Mietpreisniveau der Stadt abbilden soll. Deswegen beschreibt der Oberbürgermeister den Mietspiegelanstieg Frankfurt als sehr schwierig. Und so soll genau dieser Mietspiegelanstieg in Frankfurt und Umgebung gestoppt werden.

Seit dem 27.11.2015 gibt es in Frankfurt eine Mietpreisbremse, dass heisst seitdem darf die Wohnungsmiete in Frankfurt bei der Wiedervermietung höchstens 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Man geht dennoch so weit, von einem fast vollständigen Mietpreisstopp bei der ABG Frankfurt Holding zu sprechen. Die ABG, eine Immobiliengesellschaft in Frankfurt, hat durch ihre rund 30.000 frei finanzierten Wohnungen die Möglichkeit, den Mietspiegel maßgeblich zu beeinflussen und wird nun aufgefordert, im Sinne der Mieter zu agieren.

So soll verhindert werden, dass der aktuelle Mietspiegelanstieg in Frankfurt und eventuell noch folgende, die Stadt nicht unattraktiver und für junge Menschen und insbesondere Familien nicht unbezahlbar macht. Was sich aus eben diesen Forderungen ergibt, bleibt abzuwarten und wird weiterhin von Faktoren wie der Entwicklung des Brexit-Falls, beeinflusst.

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