Gartenarbeit zahlt sich doppelt aus

Gartenarbeit zahlt sich doppelt aus

Mit einem gepflegten Garten den Immobilienwert steigern

Hobbygärtner und Immobilienbesitzer mit grünem Daumen haben allen Grund zur Freude – denn Gartenarbeit zahlt sich doppelt aus. Wer seine Feierabende und Wochenenden damit verbringt, im Garten Hecken zu schneiden, Rosen zu stutzen, Beete umzugraben und Unkraut zu jäten, wird nicht nur mit dem schönen Anblick belohnt. All die Arbeit zahlt sich auch buchstäblich aus – und zwar in Form einer erheblichen Wertsteigerung der gesamten Immobilie. Was Immobilienmakler und Hausbesitzer schon lange vermuteten, belegen jetzt unabhängige Studien der schwedischen Research Group Husqvarna. Demnach führt in Deutschland ein gepflegter Garten zu einer Steigerung des Wiederverkaufswerts um 18 %. Deutschland liegt damit sogar knapp zwei Prozent über dem internationalen Durchschnitt. Für die Studie wurden 5.000 Hausbesitzer gebeten, anhand von Fotos den Wert ähnlicher Immobilien mit unterschiedlichen Gärten einzuschätzen. Die Ergebnisse zeigten, dass schon ein simpler, aber gepflegter Garten den Wiederverkaufspreis des Hauses erheblich aufwerten kann. Handelt es sich gar um einen Konzeptgarten mit ausgearbeiteter Struktur und liebevollen Details wird der Wert gar um ein Vielfaches gesteigert. Ergänzende Studien des Focus Garden zeigen, dass der Wertzuwachs bei zwischen 10.000 und 50.000 Euro liegen kann. Grund dafür ist der Effekt, den der Garten auf den Kaufinteressenten hat – und schließlich ist eine Immobilie immer nur genau so viel wert, wie der Käufer bereit ist, zu zahlen.

Jeder Euro für den Garten ist eine lohnende Investition

Eigenheimbesitzer mit grünem Daumen investieren nicht nur einen erheblichen Teil ihrer Freizeit damit, auf den Knien zu sitzen und Blumen zu Pflanzen, Büsche zu beschneiden und Hecken in Form zu bringen, sie investieren auch Geld in ihre lohnenswerte Leidenschaft. Vom beliebten, aber teuren Pampasgras als Eyecatcher für den Vorgarten über die Winterbepflanzung bis zur englischen Kletterrose, die die Fassade ziert, von der elektrischen Heckenschere über den Hochdruckreiniger bis zum Vertikutierer – ein gepflegter Garten macht nicht nur Arbeit, er kostet auch viel Geld, und zwar als laufender Posten das ganze Jahr über. Die Studie der Husqvarna ermittelte jedoch, inwieweit sich das investierte Geld rentiert: Für jeden Euro, den der Eigentümer in Gestaltung und Pflege des Gartens steckt, bekommt er beim Hausverkauf 2,60 Euro zurück – was einem Gewinn von 160 % entspricht. Sofern ein Hausverkauf geplant ist, ist es also in jedem Fall ein lohnendes Unterfangen, den Garten gezielt in Form zu bringen und in eine grüne Oase zu verwandeln.

Die Wirkung einer grünen Oase

Laut Immobilienexperten kann der Wert eines Gartens also gar nicht überschätzt werden. Zunächst ist der Vorgarten die Visitenkarte des Hauses. Neben der Fassade ist er maßgeblich für den ersten Eindruck verantwortlich, den Interessenten von der Immobilie gewinnen – ebenso wie der Weg zur Haustüre. Ist der Vorgarten in einem gepflegten Zustand, ziehen Kaufinteressenten unbewusst positive Rückschlüsse auf die Immobilie selbst. Ein ordentlicher Garten lässt auf ein ordentliches Haus schließen. Findet sich auf der Rückseite zusätzlich ein großer, lauschiger und liebevoll gestalteter Gartenbereich, fungiert dieser bei einer Besichtigung wie ein Joker. Hat die Immobilie bisher einen guten Eindruck gemacht, kann der Garten das Zünglein an der Waage und am Kaufangebot sein. Ein schöner Garten lässt sich, Experten zufolge, nicht rein rational betrachten, sondern berührt den Betrachteter auf emotionaler Ebene. Ein solcher Bereich steht für Ruhe, Idylle, Natur und einen Hauch von Luxus – selbst, wenn er nicht sehr groß ist. Der Außenbereich hinterlässt also nachhaltigen und tiefgehenden Eindruck bei Kaufinteressenten.

Immobilienexperten beobachten diesen Effekt gerade bei innerstädtischen Immobilien. Hier weckt der Garten besondere Begehrlichkeiten: eine Oase der Ruhe und ein Stück Natur inmitten urbaner Hektik. In ländlichen Gegenden hingegen wird der Wert des Gartens nicht ganz so hoch eingeschätzt, da einfach mehr Grün und mehr Natur vorhanden und frei zugänglich ist.

Ein verwilderter Garten bewirkt das Gegenteil

Doch natürlich hat auch diese Medaille zwei Seiten. Denn während ein ansehnlicher Außenbereich den Immobilienwert geradezu in die Höhe schießen lässt, bewirkt ein verwilderter Garten den gegenteiligen Effekt. Ob urbaner Raum oder ländliche Idylle, in beiden Fällen gilt: Ein gepflegter Garten steigert den Wert der Immobilie, ein ungepflegter mindert ihn erheblich. Da Kaufinteressenten – und im Übrigen auch Mietinteressenten – vom Außenbereich bewusst oder unbewusst Rückschlüsse auf den Zustand der Immobilie ziehen, ist ein ungepflegter Garten zunächst gleichbedeutend mit einer vernachlässigten Immobilie. Wenn im Garten die Hecken und Sträucher wild wuchern, der Rasen von Löwenzahn, Klee und Moos durchzogen ist und keine Linie zu erkennen ist, mindert das automatisch den Wert der Immobilie. Interessenten gehen nun nicht mehr unvoreingenommen durch das Haus, sondern erwarten auch im Innern Mängel und betrachten die Immobilie insgesamt kritischer. Nicht zuletzt bedeutet ein verwilderter Außenbereich ja auch Mehrarbeit und Zusatzkosten für den potenziellen Käufer. Das Kaufangebot wird in diesem Fall also beträchtlich niedriger ausfallen.

Kein Patentrezept – aber eine Faustformel

Ein Patentrezept für den perfekten Garten gibt es natürlich nicht. Experten raten jedoch dazu, der Gestaltung des Außenbereichs ein Konzept zugrunde zu legen. Ob japanischer oder chinesischer Garten, ob wild-romantisch oder modern mit geraden Linien, ob New German Gardening oder Biedermeier-Chic – eine harmonische Optik ist das A und O. Und vor allem kommt es auf die Details an: hier eine adrette Formation aus Blumenkübeln, da eine kleine Sitzecke, hier ein geschwungener Weg aus Natursteinplatten, da die gepflegte Terrasse mit Sonnenliegen und Sitzecke. Auch unschöne Notwendigkeiten wie Mülltonnenstellplätze, Fahrradständer oder Carports können mit der entsprechenden Begrünung, beispielsweise Kletterpflanzen, dekorativ in Szene gesetzt werden. Auch eine moderne Außenbeleuchtung wirkt ansprechend. Hier die möglichen Maßnahmen im Überblick:

  • Bepflanzung von Kübeln und Beeten durch Blühpflanzen
  • Strukturierung des Gartens durch Wege, Nischen, Terrassen, Teiche, Beete etc.
  • Pflege des Rasens durch regelmäßiges Mähen und Düngen
  • Verschönerung von Mülltonnenstellplätzen, Carports, Fahrradständern etc. durch Bepflanzung
  • Installation einer modernen Außenbeleuchtung

Und was ist mit jenen Hausbesitzern, die eben keinen grünen Daumen haben? In diesem Fall helfen Garten- und Landschaftsbauer aus. Zwar wird das ganze Unterfangen der Gartengestaltung auf diese Weise etwas kostspieliger – wenn ein Hausverkauf angedacht ist, ist die Beauftragung von Fachkräften aber dringend anzuraten, sofern der Hausbesitzer nicht selbst über emsige Gärtnerhände verfügt. Wer 10.000 Euro in die Verschönerung des Außenbereichs investiert, kann mit einer Erhöhung der Kaufangebote um ein Vielfaches dieser Summe rechnen.

Ein weiterer Trick ist, den Zeitpunkt des Hausverkaufs den Jahreszeiten entsprechend zu wählen. Im besten Falle fällt er in den Frühling oder in den Sommer. Wenn der Garten in voller Blüte steht und Wiesen und Büsche saftig grünen, macht der Garten natürlich einen besonders prachtvollen Eindruck. Dieser Zeitpunkt hat übrigens auch noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Durch das Sonnenlicht, das in dieser Jahreszeit in die Räumlichkeiten der Immobilie fällt, kommen auch die Innenräume besser zur Geltung. Das richtige Licht sorgt für Atmosphäre und diese hat nachhaltige Wirkung auf die Interessenten.

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