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Nächste Großbaustelle ist eröffnet Abriss auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks Albiez läuft / Baubeginn für 1. September vorgesehen.
Hier entsteht die nächste Großbaustelle der Stadt: das Areal des ehemaligen Sägewerks Albiez Foto: Peter Gerigk RHEINFELDEN. Die Investoren Integratives Generationenwohnen (IGW) aus Möckmühl und Top Bauträger GmbH (Villingen-Schwenningen) haben mit dem Abriss für das Wohnprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks Albiez an der Warmbacher Straße begonnen. Dabei wurden geringe Mengen an Dioxin gefunden, die vermutlich als Auffüllmaterial verwendet wurden. Mit dem Bau soll am 1. September begonnen werden, teilte Projektleiter Ulrich Bolg auf unsere Nachfrage mit. Bis dahin sollen Aushub und Entsorgung beendet sein. Der Architekt möchte die ersten vier Häuser Ende September 2012 den Eigentümern und bis Oktober oder November 2012 die Wohnpflegeanlage an deren Betreiber Curatio Alten- und Pflegeheime (Karlsruhe) übergeben. Die drei Häuser an der Warmbacher Straße mit 57 Wohneinheiten sowie die restlichen vier Häuser in Richtung Seidenweber mit 52 Wohneinheiten für betreutes Wohnen sollen bis Ende 2013 bezugsfertig sein. Die gesamte Vermarktung ist Sache der Garant Immobilien Unternehmensgruppe (Stuttgart). Top Bauträger investiert in die sieben Häuser mit Eigentumswohnungen und IGW in den Teil des Projekts mit der Wohnpflege, also dem betreuten Wohnen und der Wohnpflegeanlage. Die Genehmigungen für den Bau haben sich verzögert, räumte Bolg ein. Sie flatterten nicht bereits im März, sondern erst am 18. und 24. Mai ein. "Wir haben sehr lange darum gekämpft." Nachdem die Statiker beauftragt waren, ging es zügig voran: Der Abbruch der bestehenden Gebäude sei im Handumdrehen vergeben gewesen. Zurzeit würden die Ergebnisse der Ausschreibung für den Rohbau der ersten vier Häuser ausgewertet. Spätestens Anfang August folge die Ausschreibung für die Wohnpflegeanlage, mit deren Bau in der ersten Oktober-Hälfte begonnen werden soll. Das Konzept der Wohnpflegeanlage richtet sich ausdrücklich an deutsche und schweizerische Bewohner, für die es jeweils sogar eigene Küchen, in denen nach verschiedenen Rezepten gekocht wird, geben wird. "Das klingt verrückt, ist aber für die Bewohner sehr wichtig", betonte Bolg. Die zwei Pflegehäuser liegen sich gegenüber: viergeschossig für die 94 Betten in Einzelzimmern im stationären Bereich für deutsche Senioren oder Behinderte und dreigeschossig für die 52 Zimmer in 46 Wohneinheiten für Schweizer Pflegebedürftige. Die Überlegung, dass regionale Aspekte wie das Essen eine hohe Bedeutung für das Wohlbefinden der Bewohner besitze, führte IGW dazu, dies auch bei der Auswahl des Betreibers zu berücksichtigen, erklärte Bolg: "Ich kann doch nicht einen aus Berlin einsetzen." Curatio machte in seiner Marktanalyse einen Bedarf sowohl für Deutsche als auch für Schweizer aus, was der Betreiber gemeinsam mit dem Regierungspräsidium ausgelotet habe. Voraussetzung dafür ist laut Bolg ein entsprechendes Preisverhältnis im Vergleich mit den südlichen Nachbarn. Auch IGW habe sehr viel Erfahrung auf diesem Sektor und scheue den Wettbewerb, zum Beispiel mit dem Bürgerheim, nicht. "Wir fahren ein anderes Konzept mit einem privaten Betreiber", sagt Bolg. "In Rheinfelden gibt es nur wenige Plätze mit wirklich betreutem Wohnen. Bei uns ist im hinteren Teil der Anlage, die für Senioren und junge Leute mit Rollstuhl vorgesehen ist, alles barrierefrei. Zehn bis fünfzehn Zentimeter hohe Schwellen an Balkontüren gibt es bei uns nicht." Für die beiden Häuser in Karlsruhe und Sinzheim bestehe bei Curatio eine lange Warteliste. Wohin die von Bolg geschätzten maximal 1000 Quadratmeter Dioxin abgeführt werden, werde mit dem Baugrundgutachter abgestimmt: "Das war nicht sonderlich schlecht, was wir gefunden haben." Dies bereite ihm keine Sorgen. Quelle: Badische Zeitung online |